Die fünf preisbestimmenden Faktoren
1. Länge. Kürzer ist mehr wert, und zwar nicht linear. Alle .coms mit ein bis drei Buchstaben sind längst vergeben; aussprechbare Vier-Buchstaben-.coms werden für Hunderte bis Tausende Dollar gehandelt; ab sieben Buchstaben tragen nur Namen mit starker Keyword- oder Markenqualität einen Aufschlag.
2. TLD. Die Endung ist ein Multiplikator. Ein Name auf .com ist die Benchmark; dieselbe Zeichenfolge auf .io ist typischerweise etwa die Hälfte wert, auf .co weniger, auf .xyz oder .info nur ein Bruchteil. Ausnahme ist die Nischenpassung: .ai für KI-Produkte und .dev für Entwickler-Tools haben eigene Nachfrage.
3. Aussprache. Wenn man es im Podcast sagen kann und jemand es tippen kann, ist es eine Marke. Namen mit sauberem Konsonant-Vokal-Rhythmus (KVKV-Muster wie „sefova“) schneiden weit besser ab als Konsonantencluster („bkrtz“). Bindestriche und Ziffern drücken den Wert deutlich.
4. Keywords und Morpheme. Echte Wortstämme (pay, sync, data) und natürliche Endungen (-ify, -ly, -era) lassen Kunstnamen wie Wörter wirken — genau das, wonach die Startup-Namenssuche verlangt.
5. Vergleichsverkäufe. Am Ende ist eine Domain wert, was für ähnliche Namen gezahlt wurde. Krafets Spannen orientieren sich an typischen Zweitmarkt-Ergebnissen je Länge/TLD/Qualitätsband — bewusst konservativ.
Was der Krafet-Score bedeutet
Der Score von 0–100 verdichtet all das zu einer einzigen sortierbaren Zahl: grob der Logarithmus des geschätzten Höchstpreises plus Boni für Aussprache und .com. Einen Namen über 70 unregistriert zu finden ist ungewöhnlich; 50–70 ist solide markentauglich; unter 50 ist spekulativ.
Warum „geschätzte Wiederverkaufsspanne“ und nicht „Gutachten“
Automatische Bewertungen — auch diese — sehen weder Markenkonflikte noch Ihren Marketingplan oder einen motivierten Käufer. Behandeln Sie die Spanne als Ranking-Signal und Plausibilitätscheck, nicht als Versprechen. Die Registrierung selbst kostet immer nur die übliche Registrar-Gebühr.
So wird die Verfügbarkeit verifiziert
Jeder gelistete Name wird gegen den offiziellen RDAP-Dienst der Registry geprüft (den Nachfolger von WHOIS) — nicht nur gegen DNS. Gelistete Namen werden alle 24 Stunden erneut verifiziert und entfernt, sobald sie registriert werden.